So werden stumpfe Messer wieder scharf

Die meisten von uns haben während ihrer Ausflüge und Touren mindestens ein Messer dabei. Allein schon um beim Kochen alle Zutaten schneiden zu können. Aber auch um ev etwas zu schnitzen oder wenn ihr Bushcraft macht, um etwas zu bauen. Nach einer Weile können die Messer aber durch diverse Umstände stumpf werden. 

Stumpfe Messer sind nicht nur unpraktisch, sondern auch gefährlich! Das Verletzungsrisiko ist deutlich größer als mit scharfen Messern, die auch ohne starken Druck schneiden und nur äußerst selten abrutschen. Grund genug, neue Messer möglichst schonend zu behandeln – und alte nachzuschärfen. Wir erklären  euch wie.

WIE SCHÄRFT IHR EUER MESSER ZU HAUSE?

Zum regelmäßigen Schleifen von Messern solltet ihr entweder ein Messerschärfer, ein Wetzstahl und einen Schleifstein, ein Keramik Schärfstab oder eine Schleifmaschine verwenden. Beispielsweise das Lansky Schärfset. Es hilft Ungeübten, den richtigen Winkel beim Schleifen des Messers einzuhalten – Grundvoraussetzung für ein gutes Ergebnis beim Messer schärfen.

  • Das richtige Gerät zum Messer schleifen – das altbewährte Lansky-Schleifset: Zur Anwendnung den Messerrücken einspannen und den Stein im passenden Winkel (oft 20 °) mit leichtem Druck bogenförmig vom Schaft bis zur Messerspitze über die Klinge führen. Mit diesem Schleifset erzielen auch Ungeübte gute Ergebnisse. Es beinhaltet neben der Anleitung eine Messer-Halterung, Schleiföl und fünf Schleifsteine mit unterschiedlicher Körnung. Lansky Schärfset hier kaufen

Oder der Fiskars-Messerschärfer – praktisch auch als Schleifgerät für unterweges: Ideal zum Mitnehmen auf Tour ist der kompakte Fiskars Axt- und Messerschärfer. Er arbeitet mit einem langlebigen Keramik-Schleifkopf, dessen Schleifwinkel sich einstellen lässt. Gewicht: 90 g, Preis: um 20 € – hier kaufen

WAS PASSIERT BEIM MESSER SCHÄRFEN?

Bei der Verwendung eines Wetzstahls wird die Klinge wieder geradegebogen und durch das Abziehen richten sich die mikroskopisch kleinen Metallteilchen wieder auf. Im Gegensatz zum Schleifstein wird also kein Material abgetragen. Schleifsteine bestehen aus einer Kombination von Bindemitteln und Schleifkörnern, die durch die Schleifbewegung die oberste Schicht des Stahls abtragen und das Messer wieder scharf machen.

WIE LANGE DAUERT ES EIN MESSER ZU SCHÄRFEN?

Wie in allen Belangen gilt auch beim Messer schleifen “Übung macht den Meister”. Am Anfang sollte man pro Messer zwischen einer halben bis dreiviertel Stunde einplanen. Mit etwas Erfahrung kann es dann auch deutlich schneller gehen.

WIE OFT SOLLTET IHR EUER MESSER SCHÄRFEN?

Profis schleifen ihre Messer ca. einmal in der Woche oder sogar nach jedem Gebrauch. Spätestens sollte man sich aber an die Schleifarbeit machen, wenn die Messer beginnen stumpf zu werden. Am längsten bleibt das Messer scharf, wenn man beim Schneiden und Schnitzen wenig Druck ausübt und die gesamte Klingenlänge benutzt. Schiebt die Klinge nie über die Schneidunterlage, sondern benutzt dazu den Klingenrücken.

WELCHE MESSER KÖNNT IHR SELBER SCHÄRFEN?

Grundsätzlich könnt ihr je nach Erfahrung alle Messer selber schärfen. Allerdings sind zum Beispiel europäische Messer, im Gegensatz zu japanischen Messern, robuster und unkomplizierter im Schleifprozess.

WAS KOSTET ES EIN MESSER SCHLEIFEN ZU LASSEN?

Der Preis variiert je nach Klingenlänge: Bei einer Länge bis zu 15 cm werden rund 15 € fällig. Besteckmesser sind günstiger und kosten im Schnitt zwischen 3 und 4 €.

WIE REINIGT MAN MESSER? 

Am besten reinigt man Messer unter warmem Wasser mit etwas Spülmittel und einem feuchten Tuch. Anschließend gründlich abtrocknen. Messer-Liebhaber sollten in jedem Fall auf den Einsatz der Spülmaschine verzichten.

WEITERE TIPSS ZUM THEMA “MESSER SCHÄRFEN”

  1. Verwendet beim Schneiden und Schnippeln niemals eine zu harte Unterlage. Alles, was härter ist als das Messer, macht die Klinge stumpf!
  2. Hochwertige Messer gehören nicht in die Spülmaschine. Die dort eingesetzten Reinigungsmittel setzen dem Stahl zu. Am besten säubert ihr Messer direkt nach Gebrauch mit lauwarmem Wasser und einem milden Spülmittel oder – auf Tour – mit Outdoor-Seife.
  3. Lagert euer Messer nie zusammen mit anderen in einer(Besteck-)Schublade. Deutlich schonender ist ein Messerblock oder -brett aus Holz.
  4. Bei Klappmessern ist die korrekte Lagerung kein Problem, hier liegt die Klinge geschützt. Andere Messer sollten aber am besten mit einem Klingenschutz transportiert werden oder in einem hölzernen Messerblock aufbewahrt werden.
  5. Am längsten bleibt das Messer scharf, wenn man beim Schneiden und Schnitzen wenig Druck ausübt und die gesamte Klingenlänge benutzt. Schiebt die Klinge nie über die Schneidunterlage, sondern benutzt dazu den Klingenrücken.
  6. Wer ein gutes Messer bei Bedarf sofort mit dem Wetzstab bearbeitet und alle obigen Tipps beachtet, hält es sehr lange scharf.

Author: Annie

Geboren im Januar 1977, erster Campingurlaub mit den Eltern 1978 in Steckelsdorf in einem ausgebauten Bauwagen, ab 1979 dann Camping in einem Klappfix CT 6-1 Trigano. Dann regelmäßig Camping an der Ostsee (Zinnowitz/Usedom), Prerow und andere Orte in Mecklenburg. Aber auch in der Tschechei. Heutzutage gehe ich gerne und viel wandern und erkunde viele Outdoor Aktivitäten mit Neugier und Spaß.

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