Aeroline Outdoor Trekkingrucksack 65 + 5L im Test

Aeroline Outdoor Trekkingrucksack 65 + 5L im Test

Der Rucksack Aeroline  65+5L punktete im Test unter realen Bedingungen nicht unbedingt mit starkem Trageverhalten und Ausstattung oder Qualität. Warum? Das verraten wir euch in diesem Testbericht.

Ein guter Rucksack ist auf Wanderungen und Trekkingtouren genauso wichtig wie das richtige Schuhwerk. Ein weiteres Teil in der Ausrüstung an dem man besser nicht sparen sollte und der vor dem Kauf in Ruhe getestet werden sollte und am besten nur mit Beratung gekauft wird. 

Testurteil

Was dabei raus kommt, wenn man diese Punkte nicht so ganz beachtet, zeigt sich an meinem aktuellen Trekkingrucksack der NoName Marke “Aeroline”. Gekauft habe ich ihn online über eBay bei einem Asia-Shop.

Der fast komplette gepackte Rucksack
gepolsterter Rücken

Die Ausstattung

Der Rucksack hat ein Gesamtvolumen von 70 Litern, besitzt ein separates Bodenfach, getrennt vom Hauptfach mit einem Kordelzug. Des Weiteren hat der Rucksack ein Fach im Deckel, das recht gut zugänglich ist. Ebenfalls gibt es noch eine kleine Tasche an der Klappe vom Bodenfach. Zusätzlich sind zwei Netztaschen rechts und links am Rucksack für Trinkflaschen oder andere Ausrüstungsgegenstände. 

Fach für Kleinigkeiten am Bodenfach

Dazu kommen rechts und links zwei Stockhalterungen, an jeder Seite zwei Kompressionsriemen und an der Front ein elastisches Gummiband um auch dort Zelt oder Isomatte zu befestigen. Auf dem Deckel sind zwei weitere Kompressionsriemen ebenso vor der Tasche am Bodenfach. Im Inneren ist ein festes Gestell verankert. 

Der Rucksack verfügt über einen Brustgurt und über einen Hüftgurt mit gepolsterten Hüftflossen. Diese haben jeweils eine kleine Tasche für Smartphone oder andere Kleinigkeiten. 

An den Schultergurten sind zwei Plastiklaschen um Flaschen oder kleine Zusatztaschen zu befestigen und es gibt zwei Daumenschlaufen. Leider verfügt der Rucksack über keine integrierte Regenhülle und auch das Deckelfach ist nicht abnehmbar. Auch gibt es im Inneren des Deckelfachs keine zusätzliche Tasche. Dafür gibt es im Hauptfach eine Tasche um eine Trinkblase unterzubringen. 

Leider kein integriertes Innenfach im Deckel

Das sagt der Hersteller

  • Polsterung für den Druck zu reduzieren auf dem Rücken
  • Langlebig und funktional für die Bedürfnisse im Zusammenhang mit Sport
  • Stauraum mit Fächern
  • Innenvolumen: 70 l
  • Farben: rot, orange, schwarz, blau

Der Test

Ich habe den Rucksack ein paar Mal vollbeladen auf Touren dabei gehabt und er trägt sich relativ gut. Leider ist die Rückenhöhe nicht individuell verstellbar und auch der Hüftgurt ist nur bedingt zu verstellen. Die Rückenpolsterung ist akzeptabel aber nicht herausragend, da man leider sehr darunter schwitzt. 

Wir haben ihn mit einer gesamten Ausrüstung bepackt: Schlafsack, ein rollbare Isomatte, Kleidung, Kochgeschirr, Zelt und was sonst noch dazu gehört. Damit sind wir dann ein paar Tage auf Tour gewesen. Zur Wetterbeständigkeit können wir nichts sagen, da es keinen Regen gab. Wir können daher nicht beurteilen ob der Rucksack ohne Regenhülle wasserdicht ist oder nicht. 

Auch sind die Nähte zwischen Boden- und Hauptfach nicht ganz in Ordnung und das war schon so als er bei uns ankam. Man kann diese auch nicht im Nachhinein reparieren, jedenfalls nicht ohne weiteres. So schaut man auch bei geschlossener Trennung der beiden Fächer rechts und links ins Bodenfach. Die Qualität der Reißverschlüsse lässt zu wünschen übrig, so sind die Reißverschluss Schieber nicht sehr stabil und inzwischen sind wirklich alle am Rucksack gebrochen. Am Außenfach vor dem Bodenfach ist sogar der ganze Schlitten abgebrochen, so dass es kein Doppelzipper mehr ist, sondern nur noch ein einfacher Reißverschluss. 

Für einen normal großen Schlafsack ist das Bodenfach bei so einem großen Rucksack zu klein, da meiner Meinung der Rucksack in der Breite zu schmal ist. Entweder man hat einen anständigen Kompressionssack für den Schlafsack und drückt ihn mit viel Kraft hinein oder man muss ihn wohl oder übel im Hauptfach unterbringen und dafür andere leichte Dinge im Bodenfach unterbringen. 

auch hier ist der Schieber des Reißverschlusses gebrochen

Die Kompressionsriemen am Deckelfach und vor dem Bodenfach  sind viel zu kurz um zum Beispiel eine gerollte Isomatte daran zu befestigen, wir benötigten in dem Fall eine Verlängerung. An der Vorderseite des Rucksacks, also an dem elastischen Gummiband würde ich weder Zelt noch Isomatte befestigen, da dies nicht straff genug gezogen werden kann ohne dass die Schlaufen, durch die das Gummiband geht, langsam vom Rucksackkorpus abgehen. Auch hier lässt die Qualität zu wünschen übrig. Sie sind schnell ausgeleiert und die Nähte sind nicht sehr stabil. 

Eine Jacke kann man unterwegs aber zwischendurch gut dort einklemmen. So ist sie auch schneller zur Hand. Ein Zelt würde ich, wenn überhaupt, mit verlängerten Kompressionsriemen vor dem Bodenfach befestigen. 

Unser Fazit

Auch wenn man nicht viel Geld zur Verfügung hat, gibt es sicherlich bessere Alternativen zu diesem Rucksack und wir können diesen Rucksack nur bedingt bis gar nicht empfehlen. Wir werden ihn behalten bis wir ein qualitativ besseres Modell haben. Wenn man aber nur ein Wochenende unterwegs ist, kann man es noch aushalten mit dem Aeroline Rucksack. Ansonsten – Finger weg und haltet euch lieber an die Tipps am Anfang. 

Schaut euch im Fachhandel um und lasst euch beraten. Probiert die Rucksäcke an und schaut wie ihr mit dem jeweiligen Rucksack auf dem Rücken klarkommt. 

Author: Annie

Geboren im Januar 1977, erster Campingurlaub mit den Eltern 1978 in Steckelsdorf in einem ausgebauten Bauwagen, ab 1979 dann Camping in einem Klappfix CT 6-1 Trigano. Dann regelmäßig Camping an der Ostsee (Zinnowitz/Usedom), Prerow und andere Orte in Mecklenburg. Aber auch in der Tschechei. Heutzutage gehe ich gerne und viel wandern und erkunde viele Outdoor Aktivitäten mit Neugier und Spaß.

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