CAMPZ PIEMONTE 3P ZELT IM TEST

Die Corona-Infektionen in Deutschland sinken glücklicherweise seit Wochen und auch in weiten Teilen Europas hat sich die Infektionslage entspannt. Urlaub ist also wieder möglich, zumindest in den meisten Ländern. Und keine Urlaubsart erlebt derzeit so einen deutlichen Boom wie die Campingbranche. Passend dazu wollen wir euch heute das Piemonte 3P Tunnelzelt von Campz vorstellen. 

Wir haben dieses Zelt inzwischen knapp 1 Jahr und sind bisher mehr als zufrieden damit. Alle notwendigen Infos und dazugehörige Fotos bekommt ihr hier von uns. 

PIEMONTE 3P ZELT VON CAMPZ

Das Piemonte Tunnelzelt bietet euch wirklich extraviel Stauraum und eignet sich daher auch hervorragend für Kanutouren, Radreisen oder den Campingurlaub mit Haustieren. Die Bodenplane und die Schlafkammer sind herausnehmbar, was Flexibilität bietet, unter anderem weil der Schlafbereich etwas erweitert werden kann. Außerdem findet sich an beiden Enden, unter den zum Boden gespannten Teilen des Außenzelts (den sogenannten Apsiden) reichlich Platz für Campingutensilien, Gepäck und Verpflegung. Darüber hinaus erleichtern die farblich markierten Stangen und Gestängekanäle den Aufbau.

Alles in allem also ein tolles Zelt für Campingfans und auch Campinganfänger.

PRO’s & CONTRA’s

TESTURTEIL

KAUFEMPFEHLUNG

WARUM DAS PIEMONTE 3P ZELT VON CAMPZ

Nachdem wir schon mit dem Monta 2P von Campz recht gute Erfahrungen gemacht hatten, wir uns allerdings ein kleines bisschen vergrößern wollten was das Zelt angeht, haben wir uns für das Piemonte 3P entschieden. Ein drei Personen Zelt deshalb, damit wir, auch wenn wir nur zu zweit sind, trotzdem mehr Platz in der Schlafkabine haben und nicht wie die Sardinen gedrückt schlafen müssen. Mehr Platz beim Schlafen ist immer gut, darüber dürfte wir uns einig sein. 

Ähnlich wie beim Monta 2P sollte das Zelt vor allem für den Einsatz in heimischen Gefilden geeignet sein; Deutschland bis Österreich oder auch in den Norden bis Dänemark. Wetterfestigkeit ist hier eine relativ wichtige Voraussetzung. Die Belüftung des Zeltes ist relevant, weit wichtiger aber, dass es einen Regenschauer aushält und dass die vorhandenen Belüftungsmöglichkeiten mit Moskitonetzen ausgestattet sind, damit man trotz Mücken und anderen kleinen Tierchen für gutes Klima sorgen kann. Und zu guter Letzt sollte es doch recht robust sein. Immerhin möchte man sich nicht ständig ein neues Zelt kaufen. 

Auch hier hat uns der günstige Preis angesprochen und ist meiner Meinung nach unschlagbar. Keinesfalls kann man jedoch sagen, dass das Zelt billig ist oder wirkt. 

LIEFERUMFANG

Zubehör: Tragetasche Zelt: Abspannleinen, Außenzelt, Gestänge, Heringe, Innenzelt

Das Außenzelt ausgebreitet vor dem Aufbau

DIE TESTBEDINGUNGEN DES PIEMONTE 3P

Unser CAMPZ PIEMONTE 3P kam letzten Sommer das erste Mal zum Einsatz auf einem Naturcampingplatz. Der Boden ist hier leider nicht sehr eben gewesen, was das Ausrichten der Liegefläche etwas schwer gestaltete. Auf einem ebenen Zeltplatzuntergrund dürfte dies aber kein Problem darstellen und macht das Schlafen dann noch bequemer. Es lag also keinesfalls am Zelt sondern nur am Grundstück auf dem das Zelt aufgebaut wurde. 

Belüftungen sind an beiden Apsiden vorhanden

Das Zelt stand zweimal einige Tage hintereinander an diesem Platz und war so wirklich allen Witterungsbedingungen ausgesetzt.   Trotz heißer Tage kann ich sagen, dass wir weder geschwitzt noch an kühleren Tagen gefroren haben. Noch war es stickig in dem Zelt oder irgendwie unangenehm. Geschlafen habe zumindest ich immer sehr gut in dem Zelt; so gut, dass ich durch fast nichts wachzubekommen war. 

Im Gegensatz zum Monta 2P hat das Piemonte 3P auch ein paar Regengüsse abbekommen und wir sind mit der Regenfestigkeit sehr zufrieden. 

DER ERSTE AUFBAU

Das Zelt kam sehr schnell nach der Bestellung und recht kurz danach wurde es direkt auf dem nächstgelegenen möglichen Platz das erste Mal aufgebaut. Dem Zelt ist eine Aufbauanleitung beigelegt aber eigentlich ist diese fast überflüssig. Besonders für diejenigen, die schon ein wenig Übung mit Tunnelzelten haben. Wer noch kein Tunnelzelt aufgebaut hat, dem kann ich unsere Tipps für den Aufbau eines Tunnelzelts empfehlen. 

Die erste Nacht im neuen Zelt wurde auf einem abgelegenen Naturplatz verbracht, in mitten von Bäumen und einer tollen Aussicht. Wir haben dort einen schönen schattigen Platz unter mehreren großen Bäumen.  Der Untergrund ist Waldboden mit Gras und anderen Wildpflanzen, durch Feldmäuse und andere Tiere ein wenig uneben.  Im Gegensatz zum Campingplatz 2018 war der Boden aber weicher und so ließen sich auch die Zeltnägel leichter in der Erde verankern.

MATERIAL UND VERARBEITUNG

Wie man es von einer Marke wie CAMPZ und vor allem von einem Zelt in dieser Preisklasse erwartet, ist die Verarbeitung wirklich gut. Das Außenzelt besteht aus sehr robustem Polyester 190T, PU beschichtet. Das Innenzelt besteht aus 100 % Polyester, der Zeltboden aus Polyethylen, PU beschichtet.  Das Gestänge besteht aus Fiberglas und die „Kleinteile“ vom Gestänge über die Leinen und Reißverschlüsse machen einen recht soliden und langlebigen Eindruck.

Auf Waldboden macht das Zelt einen guten Eindruck. Nur das im Wald herumliegende Laub hat man evtl. schnell überall im “Vorzelt”. Aber mit einem kleinen Handfeger lässt sich das leicht beheben, da die Bodenplane sich wirklich gut reinigen lässt. Baut man das Zelt dann auf einem richtigen Campingplatz auf, hat man mit herumfliegendem Laub vielleicht weniger Probleme, aber etwas Dreck wird man wohlmöglich immer ins Zelt mit rein tragen. Aber man trägt sich an einem kleinen Besen oder Handfeger auch nicht tot. 

KOMFORT UND PLATZANGEBOT

Das Piemonte 3P bietet auf Grund der Tunnelform und den steilen Seitenwänden mit senkrechtem Eingang ein recht gutes Raumverhältnis und auch sitzen lässt es sich im Zelt wirklich gut. In der geräumigen Apside, was als ein kleines Vorzelt fungiert,  finden sogar zwei Stühle und ein kleiner Tisch Platz, wenn man bei etwas schlechterem Wetter mal darauf angewiesen ist, sich im Zelt aufzuhalten. Alternativ kann man aber auch ein Tarp mit zwei Zeltstangen so über das Zelt aufbauen, dass man über dem Eingang noch einen Regen- und Sonnenschutz hat um mit Tisch und zwei bis drei Stühlen geschützt vor dem Zelt zu sitzen. So hätten auf der gegenüberliegenden Seite des Eingangs und am Kopf der Apside noch zwei kleine Campingschränke Platz um Kochutensilien und ein paar Kleidungsstücke unterzubringen. So herrscht Ordnung im Zelt und man hat einen besseren Überblick. 

Hier wird die Schlafkabine eingehängt

Die Schlafkabine, die nach dem Aufbau des Außenzelts im Teil rechts von der Tür eingehängt wird, hat eine große Reißverschlusstür mit Moskitonetz im oberen Teil. An beiden Seiten innerhalb der Schlafkabine befinden sich jeweils eine kleine Tasche um persönliche Sachen unterzubringen. Und egal ob man jetzt mit den Füßen oder dem Kopf zum Eingang liegt, man kommt immer gut an die Taschen ran. 

Die Schlafkabine wird nach dem Aufbau des Außenzelts eingehängt

Die Breite der Liegefläche ist für drei Personen konzipiert, schläft man zu zweit drin, so wie wir, hat man aber weit aus mehr Platz und man liegt nicht, wie die Sardinen in der Dose aneinander gequetscht. Sehr angenehm ist, dass der Kopf, egal wie rum man liegt, ausreichend Platz hat und man nicht ständig an die Zeltwand kommt. Auch das Sitzen in der Schlafkabine ist möglich und sehr bequem durch die Höhe von ca. 110 cm. Die Länge der Schlafkabine liegt bei 220 cm und hat eine Breite von 180 cm.

Das Außenzelt ist bis zum Boden gezogen, dadurch ist das Innenzelt/Schlafkabine bestens vor Nässe und Wind geschützt. Die geräumige Apside mit dem Eingang besitzt einen großen Zeltboden, der mit Haken im Außenzelt eingehängt wird und zusätzlich mit zwei Zeltnägeln gesichert, damit nichts verrutschen kann. 

Selbst bei geschlossenen Ventilationsöffnungen an den beiden Zeltenden – wir hatten in einer Nacht mal vergessen, die Reißverschlüsse zu öffnen – bildete sich nur sehr wenig Kondenswasser im Zeltinneren. Mit geöffneter Lüftung in den Folgenächten war es natürlich dann doch deutlich angenehmer. Für ein Zelt mit diesen Spezifikationen fand ich die Belüftung insgesamt mehr als angenehm.

Außerdem befindet sich an der Decke der Apside eine längsgespannte Schnur, die man unter anderem als kleine Wäscheleine nutzen kann oder um eine Campinglampe einzuhängen.

Die Apside ist so geräumig, dass sie wie ein kleines Vorzelt ist

UNSER FAZIT ZUM CAMPZ PIEMONTE 3P Zelt

Da uns das Monta 2P besonders für einen längeren Campingtrip zu klein ist, wollten wir ein etwas größeres aber nicht zu großes Zelt. Ein Zelt, auf das wir uns verlassen können und in dem man zu zweit auch mal einen Schlechtwettertag aussitzen kann. Zudem sollte es auch von einer Person allein gut aufzubauen zu sein, ein nicht zu großes Packmaß haben und auch die Farbe sollte nicht allzu auffällig sein.  Diese Ansprüche wurden mit dem CAMPZ Piemonte 3P definitiv erfüllt. 

Man sollte sich allerdings bewusst sein, dass das Piemonte 3P nicht wirklich ein Leichtgewicht ist mit 3.911 g und daher vielleicht eher was für den Campingurlaub mit dem Auto oder Motorrad. Auch ist zu beachten, dass man ein Tunnelzelt wirklich immer mit allen Abspannleinen abspannen muss, da diese, im Gegensatz zu einem Kuppelzelt, nicht von alleine steht. Man benötigt auch etwas mehr Platz als bei einem Kuppelzelt und eine ebene Fläche. Das Zelt hat eine Gesamtfläche 400 x 190cm, aufgeteilt in 220 x 190 für die Schlafkabine und 180 x 190 für den Eingangsbereich. 

Wir können bisher eigentlich nur positives Feedback zu diesem Zelt geben. Das Platzangebot ist überzeugend, ebenso die Qualität. Der Langzeittest wird zeigen, ob das CAMPZ Piemonte 3P Zelt auch wirklich alles hält, was es verspricht.

Soweit können wir aber durchaus bis hierhin eine gute Kaufempfehlung geben für diejenigen, die ein neues tragbares Zuhause für ihren Campingurlaub suchen, das nicht teuer ist und im Auto/Motorad nicht zuviel Platz beim Transport beansprucht. 

Author: Annie

Geboren im Januar 1977, erster Campingurlaub mit den Eltern 1978 in Steckelsdorf in einem ausgebauten Bauwagen, ab 1979 dann Camping in einem Klappfix CT 6-1 Trigano. Dann regelmäßig Camping an der Ostsee (Zinnowitz/Usedom), Prerow und andere Orte in Mecklenburg. Aber auch in der Tschechei. Heutzutage gehe ich gerne und viel wandern und erkunde viele Outdoor Aktivitäten mit Neugier und Spaß.

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