Einen Shelter aus Holz & Reisig bauen

Ein Bushcraft Shelter bauen

Bushcraft heißt draußen in der Natur sein, Abenteuer in der Natur. Für jeden, der Natur erleben möchte und für jeden, der unter freiem Himmel leben möchte. Es ist eine Leidenschaft. Für Bushcrafter steht das Gefühl von Freiheit in und mit der Natur im Vordergrund. Es geht darum, sich im Freien mit seinem Lager oder Schlafstätte möglichst gut einzurichten, draußen auf ursprüngliche Art mit dem Feuer zu kochen und handwerkliche Methoden anzuwenden. 

Mit einem Bushcraft Shelter baut ihr euch einen Unterschlupf, der euch gegen Regen, Wind, Kälte und Sonne schützt. Für einen Unterstand benötigt ihr folgende Materialien:

  • Messer
  • kleine (Klapp-)Säge
  • feste Schnur, am besten Paracord
  • Reisigbüschel
  • Dicke Äste: 6 x 2,5 m, 10 x 1,3 m, 2 x 1,1 m

1. Dachrahmen

Für den rechteckigen Rahmen der Dachfläche benötigt ihr vier möglichst gerade Äste. Länge der Längs-/Querseiten: 2,5/1,3 m, Dicke: 3–4 cm. Den Rahmen auslegen und anschließend die Äste an den vier Ecken mit einer stabilen Schnur, am besten Paracord, verknoten. Wichtig dabei ist: eine möglichst spielfreie Verbindung.

2. Dachlatten

Vier Längsstreben (Länge: 2,5 m) und acht Querstreben (Länge: 1,3 m) bilden die Dachfläche, auf der später die Reisigbüschel  und  Moosplatten aufliegen. Sie werden gleichmäßig zwischen den Rahmenkanten verteilt und an allen Kreuzungspunkten fest verknotet. Der Durchmesser aller Äste sollte mindestens zwei bis drei Zentimeter betragen. Sobald alle Streben verknotet sind, könnt ihr die Dachfläche aufstellen. Dazu benötigt man zwei rund 1,1 Meter lange Aufstelläste (Astdicke ca. 3–4 cm). Eine Astgabel am oberen Ende dient als Aufnahme für die First-Stange. Ohne Reisig ist die allerdings Dachfläche noch recht beweglich, deshalb bitte nicht zu ruckartig aufrichten, sondern langsam und vorsichtig.

3. Dachbegrünung

Nun fangt ihr an, von unten beginnend, die Reisigbüschel auf die Dachfläche legen, bis man nicht mehr durch die Fläche schauen kann. Wichtig: Nur wenn die Nadeln nach unten zeigen und die darüber liegenden Lagen die unteren überlappen, läuft Wasser sauber ab.  Astgabeln bilden natürliche Haken zum Einhängen in die waagrechten Streben.  Zusätzlich könnt ihr noch Moosplatten, wenn Moos vorhanden ist, als Dämmung drüber legen.

©bushcraftbuddy.com

Das ist nur eine von vielen verschiedenen Baumöglichkeiten um ein Shelter zu errichten, aber jetzt wisst ihr, wie ihr euch eine einfache Behausung im Wald baut. Sicherlich benötigt ihr am Anfang dafür noch mehrere Stunden, je nachdem wie viel Holz euch direkt vor Ort zur Verfügung steht. Aber mit der Zeit werdet ihr immer schneller und besser.  Und nun geht raus und baut euch euer eigenes Shelter!

Author: Annie

Geboren im Januar 1977, erster Campingurlaub mit den Eltern 1978 in Steckelsdorf in einem ausgebauten Bauwagen, ab 1979 dann Camping in einem Klappfix CT 6-1 Trigano. Dann regelmäßig Camping an der Ostsee (Zinnowitz/Usedom), Prerow und andere Orte in Mecklenburg. Aber auch in der Tschechei. Heutzutage gehe ich gerne und viel wandern und erkunde viele Outdoor Aktivitäten mit Neugier und Spaß.

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