STAY WILD – OUTDOOR

Devold Merinowoll-Jacke* im Test – warm, weich, aber mit deutlichen Schwächen

Gefaltete Devold Merinojacke in Schwarz und Naturgrau auf einem rustikalen Holztisch.

Die Devold Merinowoll-Jacke, ordentlich gefaltet – erster Eindruck der Materialien.

5
(1)

Wenn ihr draußen unterwegs seid, entscheidet die richtige Midlayer-Schicht oft darüber, ob ihr warm bleibt oder friert. Die Devold Explorer Merino Jacket wirkt auf den ersten Blick hochwertig: angenehm weich, warm und mit schönen Details. Doch nach mehreren Einsätzen – draußen, in der Hängematte, im Alltag und bei Frost – zeigte sich ein gemischtes Bild.

Im Herbst unterwegs – die Devold Merinojacke in Bewegung

PRO’s & CONTRA’s

WAS UNS GEFÄLLT

WAS UNS NICHT GEFÄLLT

  • Markendetail und Stoffstruktur – ein ehrlicher Blick auf die Jacke
  • Brusttasche im Detail – sauber vernäht und funktional
  • Feines Markendetail am oberen Rücken
  • Zipper im Detail – robust und leicht bedienbar
  • Praktische Seitentaschen – sauber verarbeitet
  • Ärmelabschluss im Detail – Materialstruktur und Verarbeitung

TESTURTEIL

KAUFEMPFEHLUNG

👉 Kaufempfehlung: Ja – eingeschränkt, für leichte Nutzung und Alltag. Für anspruchsvollere Outdoor-Abenteuer empfehlen wir euch stabilere Midlayer.

Mit Blick auf die Berge – die Devold Jacke in alpiner Kulisse
Material und Frontdetails – getragen im Wald

PASSFORM & TRAGEGEFÜHL

Die Jacke sitzt körpernah, bleibt aber ausreichend flexibel für Bewegung. Als Midlayer unter einer Hardshell funktioniert sie ordentlich, und die Merinowolle liegt weich auf der Haut. Genau dieses angenehme Tragegefühl macht sie an kalten Morgenstunden zu einem schnellen Griff.

Die Brusttasche ist jedoch nur für flache Gegenstände geeignet. Alles, was etwas Volumen hat, drückt spürbar durch und trägt unter einer weiteren Schicht unnötig auf.

Die Jacke im Wald getestet – warm und bequem

DETAILS, DIE DRAUßEN WIRKLICH HELFEN

Ein Pluspunkt sind die verlängerten Ärmelbündchen mit Daumenlöchern. Sie bedecken Handrücken und Pulsbereich – ideal, wenn ihr fotografiert, kocht, im Camp arbeitet oder beim Rucksackpacken immer wieder die Hände frei habt. Gerade bei Frost ist die zusätzliche Wärme spürbar.

Auch die Reißverschlüsse sind solide verarbeitet: leichtgängig, robust und selbst mit kalten Fingern zuverlässig bedienbar.

MATERIAL & VERARBEITUNG – UND HIER BEGINNT DAS PROBLEM

So angenehm sich die Jacke trägt: Das Material zeigt starkes Pilling. Und zwar deutlich mehr, als man es bei einem Produkt dieser Preisklasse erwarten würde.

Die Oberfläche wirkt an einigen Bereichen schon nach kurzer Zeit „verzogen“, fast so, als ob die Fasern unterschiedlich nachgeben. Selbst mit Stoffrasierer oder anderen Tricks lässt sich das nur begrenzt beheben.

Merinowolle ist grundsätzlich empfindlicher als synthetische Fasern – das ist bekannt. Aber im hochpreisigen Segment erwartet man deutlich bessere Haltbarkeit.

Seitliche Passform – gut sichtbar im warmen Herbstlicht.

WÄRMELEISTUNG

Wärmetechnisch hält die Jacke, was Devold verspricht: Sie wärmt zuverlässig, puffert kalten Wind gut ab und funktioniert sowohl solo als auch als Midlayer überzeugend. Wer eine weiche, natürliche Wärme bevorzugt, wird die Jacke mögen.

Rückseite der Jacke – schlicht, weich und funktional.

PREIS-LEISTUNG

Und hier wird es schwierig. Der Preis der Jacke liegt – je nach Farbe – bei rund 200 € (Stand heute). Das ist ein Premiumsegment, in dem Materialqualität und Langlebigkeit eigentlich makellos sein müssen.

Aber das extreme Pilling und die Materialanfälligkeit passen nicht zum Preisniveau – und ziehen die Bewertung spürbar nach unten.

Im Einsatz draußen – die Devold Merinojacke beim Herbstspaziergang.

FAZIT

Die Devold Merinowoll-Jacke ist weich, warm und angenehm zu tragen. Sie punktet mit durchdachten Details, komfortablem Schnitt und zuverlässiger Wärmeleistung.

Doch das Material zeigt bei regelmäßiger Nutzung deutlich schnelle Abnutzung. Bei einem Produkt im Premiumbereich ist das eine echte Schwäche

Die Jacke im natürlichen Licht – Farben und Oberfläche gut sichtbar

Für Alltag, Büro, leichte Spaziergänge und gemütliche Outdoor-Momente funktioniert sie gut. Für intensivere Touren, Bushcraft, längere Trekkingtage oder viel Reibung durch Rucksackgurte gibt es robustere Alternativen.

Gefällt dir dieser Beitrag?
Dann unterstütze uns und unsere Arbeit doch gern in Form einer „Kaffee-Spende“. Wir würden uns wahnsinnig über Deine Unterstützung freuen.

Einfach HIER klicken!

Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 5 / 5. Anzahl Bewertungen: 1

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Die mobile Version verlassen